CBD, THC, Hanföl – Die Unterschiede

Geht es um Hanf ist wohl THC der erste Wirkstoff, der einem dabei in den Kopf kommt. An zweiter Stelle Cannabidiol – besonders die Konsumform des Cannabidiol-Öl. Dieses wird gern als Hanföl bezeichnet, was jedoch nicht stimmt. Denn Hanföl selbst ist ein drittes, eigenständiges Produkt, dass auch Cannabis gewonnen werden kann.

CBD, THC, Hanföl – Die Unterschiede

THC – Das Rasch- und Heilmittel

THC hat es die Hanfpflanze zu verdanken, dass ihr Ruf in den vergangenen Jahren einen bitteren Beigeschmack erhielt. Einige Jahre war der Anbau sämtlicher Arten von Cannabis sogar verboten – egal, ob THC-haltige Sorte oder nicht.
Mittlerweile ist der Anbau von Nutzhanf wieder gestattet. Zudem die Zucht von THC-haltigen Sorten. Dies mit strengen Auflagen und allein für die medizinische Produktion.

Denn THC ist nicht nur Rausch- sondern auch Heilmittel. So wird es aktiv bei verschiedenen Erkrankungen als Therapeutikum eingesetzt. So kann es bei chronischen Schmerzen Leiden mindern, eine Unterstützung bei Krebserkrankungen darstellen, den Appetit anregen, Krampfanfälle reduzieren, und Übelkeit/Erbrechen minimieren. Besonders in der Therapie von Krebserkrankungen und HIV kann es somit legal als medizinisches Marihuana verschrieben werden.

Einsatzgebiete von THC in Kürze

  • Chemotherapie
    – gegen Übeökeit/Erbrechen
    – Tumorschmerzen
  • HIV
    – Anorexie mit Gewichtsverlust
  • Spastiken bei Multipler Sklerose
  • neuropathische Schmerzen
  • Lennox – Gastaut – Syndrom
  • Dravet – Syndrom

An dieser Stelle sei noch einmal deutlich darauf verwiesen, dass die hier gegebenen Informationen zu THC keinen illegalen Konsum begünstigen sollen. Chipcatalog bezieht sich auf reine Medizinprodukte, die unter ärztlicher Aufsicht und mit Rezept erworben werden können.

CBD – Das Multitalent

Die Forschungen rund um Cannabidiol mehren sich und mit ihnen auch die Wirkungen. Dabei können Parallelen zu THC gezogen werden, aber es muss klar differenziert werden.
Cannabidiol ist ein legaler Wirkstoff aus Cannabis, der rezeptfrei und risikolos erworben und konsumiert werden kann. Dies vor allem, da die psychoaktive Wirkung, die THC zum Rauschmittel macht, bei Cannabidiol entfällt.

Wirkbereiche von Cannabidiol

  • Eindämmung von Entzündungsprozessen
  • Blutdruckwirkung (senkend)
  • entkrampfend
  • Diabetes M. (v.a. Typ 2)
  • schmerzlindernd
  • Linderung Angstzustände
  • Schlaffördernd
  • Appetitregulierend (senkt den Appetit)
  • gegen Übelkeit/Erbrechen
  • gegen Bewusstseinsstörungen
  • gegen Akne
  • hemmt Tumorwachstum

THC gegen Cannabidiol – Ein Wirkvergleich beruhend auf Studiennachweisen

medizinischer Effekt THC Cannabidiol
Schmerzlindernd ja ja
Antikonvulsiv nein ja
Schlaffördernd nein ja
Angstlösend nein ja
Appetitanregend ja nein
Appetitzügelnd nein ja
Blutzuckersenkend nein ja
Antibakteriell nein ja
Antiemetisch ja ja
Fungizid nein nein
Reduktion von Tumorwachstum nein ja
Arteriosklerose nein ja
Schuppenflechte nein ja
Antipsychotisch nein ja
Krampflösend ja ja
Förderung Knochenwachstum nein ja
entzündungshemmend nein ja
Magen und Darm Regulation nein ja
Immunmodulierend nein ja
Neruoprotektiv nein ja

Hanföl – Gesundheit mit Geschmack

Hanföl ist – rein objektiv betrachtet- ein einfaches Speiseöl, wie Oliven-,Raps- Sonnenblumen- und andere Speiseöle. Dennoch ist das gewonnene Öl aus der Hanfpflanze auch ohne Anreicherung mit Cannabidiol eine Bereicherung für die körperliche Gesundheit. Denn es zeigt eines der besten Fettsäuremuster aller Speiseöle auf. Omega-3- und Omega-6-Fettsäuren liegen in diesem Öl in einem optimalen Verhältnis von eins zu drei vor. Zudem lässt sich in Hanföl die entzündungshemmende Gamma-Linolen-Säure finden, ein Stoff, der vor allem in der Hautpflege einen Namen hat.

Gewinnung von Hanföl

Um hochwertiges Hanföl zu erhalten, werden Hanfsamen kalt und damit schonend gepresst. Dabei entsteht ein grünliches Öl, dessen Färbung vom Chlorophyll herrührt. Einen zusätzlichen goldenen Schimmer erhält Hanföl von Carotinoiden wie Beta-Carotin.

Dieses Carotin ist die Vorstufe von Vitamin A, welches vor allem für die Augengesundheit und die Haut bzw. Schleimhäute wichtige Funktionen einnimmt.

80 Prozent Omega-Fettsäuren

Omega-3- und Omega-6-Fettsäuren sind auch aus anderen Ölen bekannt. Als mehrfach ungesättigte Fettsäuren gelten sie als sehr gesund. Jedoch wird eher selten erwähnt, dass nur ein ausgewogenes Verhältnis für den Körper eine wirkliche Bereicherung darstellt. So führt ein deutlicher Überschuss an Omega-6 oftmals zu einer Verschlechterung der Symptomatik bei chronisch entzündlichen Erkrankungen.

Einsatz von Hanföl

Das Speiseöl aus der Hanfpflanze dient bei weitem nicht nur der geschmacklichen Aufwertung von Speisen.
So kann es der Zell-Regeneration dienen. Es reguliert Entzündungsprozesse, unterstütz die Produktion zahlreicher Hormone, stärkt das Immunsystem, schafft optimale Bedingungen für Nerven- und Gehirnfunktionen und unterstütz die Regeneration sämtlicher Körperzellen.

Bei inneren und äußerlichen Hautproblem ist das grünlich-goldene Öl ein wahrer Geheimtipp.
So pflegt es nicht nur Haut- und Schleimhäute sondern kann mit Gamma-Linolensäure bei Neurodermitis und Schuppenflechte zum Einsatz kommen.

Frauen in den Wechseljahren kann Hanföl deutliche Linderung bei Beschwerden verschaffen. Durch die Harmonisierung des Hormonhaushalts werden die typischen Leiden gemindert.
Zudem zeigen bereits Studien der 90er Jahre, dass Gamma-Linolensäure eine blutdrucksenkende Wirkung aufweist und somit ganz natürlich den Blutdruck regulieren und unterstützen kann.

Bei chronischen Entzündungen kann Hanföl durch Stearidonsäure und Alpha-Linolensäure ein starkes Team bilden, welches Entzündungen eindämmt und bei der Heilung unterstützt.

Hanföl – Cannabinoide ja oder nein?

Spätestens seitdem Cannabidiol durch zahlreiche Medien kursiert, stellt sich die Frage, ob auch das Speiseöl aus Hanf gesundheitsfördernde Stoffe – abseits seiner wertvollen Fettsäuren – enthält.
Diese Frage kann eindeutig mit Ja beantwortet werden. Denn Cannabinoide finden sich in allen Teilen der Hanfpflanze, somit auch im Samen, der für die Ölherstellung benutzt wird. Jedoch ist es mit eine Cannabidiol-Öl nicht vergleichbar. Die Menge an diesem und anderen Cannabinoiden sind gering. Dennoch können selbst diese Spuren ein tägliches Plus zur Gesundheit bilden.

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